C. Goldner (Hg): Der Wille zum Schicksal - Die Heilslehre des Bert Hellinger
Ueberreuther Verlag, 2003, ISBN 3-8000-3920-6
1. Vorwort des Herausgebers
2. Inhaltsverzeichnis
Wo ihr den Missbrauch erkannt habt Da schafft Abhilfe! Bert Brecht
Angesichts der nachgerade unheimlichen Verbreitung des »Familien- und Organisationsaufstellens nach Bert Hellinger« erscheint eine kritische Auseinandersetzung mehr als überfällig: mit dem Verfahren selbst, mit den Versprechungen, die es gibt, und den Risiken, die es birgt, mit den Personen, die es anbieten, und denen, die sich darauf einlassen, mit dem dahinterstehenden Weltbild und nicht zuletzt mit der zentralen Figur der Szene: Ex-Ordenspriester Bert Hellinger.
Initiiert wurde der vorliegende Band vor dem Hintergrund eines kritischen Beitrages von Spiegel-Redakteurin Beate Lakotta über Hellinger und sein Verfahren, der Anfang 2002 erschienen war und, abzulesen an einer Flut von Zuschriften, größtes, wenngleich geteiltes Interesse erregt hatte: Grund genug, dem »Phänomen Hellinger« weiter nachzugehen.
Der Band versammelt Autorinnen und Autoren, die das Treiben der Hellinger-Szene seit Jahren und mit wachsender Sorge beobachten und deren Meinungen, die bislang nur verstreut in einzelnen Artikeln und Broschüren zu finden waren, nun gebündelt ein publizistisches Gegengewicht setzen sollen zu der Unmenge an Veröffentlichungen und Verlautbarungen, mit denen Hellinger und seine Anhängerschaft sich zu etablieren wussten.
Hellingers Ansatz wird von verschiedenen Blickwinkeln her untersucht und kritisch bewertet. Das Buch versteht sich insofern als Diskussionsbeitrag. Rückmeldungen an den Herausgeber (unter fkpsych@aol.com oder www.fkpsych.de) sind deshalb ausdrücklich erwünscht (werden allerdings nur ab einem bestimmten Niveau beantwortet).
Ansonsten gilt der warnende Hinweis Carl Sagans: Es ist durchaus eine Tugend, die Augen offen zu halten angesichts neuer Ideen. Allerdings nicht so weit, dass das Hirn herausfällt.
Colin Goldner
| Autoren | Beiträge | Inhalt |
| Colin Goldner | Vorwort des Herausgebers | |
| Ursula Nuber | Eine unheimliche Ordnung | Bedürfnis nach Autorität und Führung |
| Beate Lakotta | »Das geht Sie gar nichts an« | Biografische Annäherung an Bert Hellinger |
| Jörg Schlee | Hinters Licht geführt | So funktioniert Familienaufstellung nach Hellinger |
| Thea Bauriedl | Macht und Ohnmacht | Hellingers Vorstellungen über die Psychodynamik in Familien |
| Micha Hilgers | Der Pseudotherapeut | Klinische Argumente gegen Hellinger |
| Colin Goldner | Esoterischer Firlefanz | Die Szene der Hellingerianer |
| Hugo Stamm | Magisch-mystische Aura | Die Schweiz im Hellinger-Fieber |
| El Awadalla | Am Puls der Szene | Hellinger in Osterreich |
| Fritz B. Simon / Arnold Retzer | Zwei Welten | Systemische Psychotherapie und der Ansatz Bert Hellingers |
| Frank Gerbert | Wundersame Hilfe in allen Lebenslagen | Organisationsaufstellungen und Ähnliches |
| Michael Utsch | Hellingers Gnadenlehre | Zur verborgenen »Theologie« der Familienaufstellungen |
| Sigrid Vowinckel | Hellinger - eine Backlash-Episode | Kritik aus feministischer Sicht |
| Claudia Kierspe-Goldner | »Und bist du nicht willig ...« | Wiederkehr der »Schwarzen Pädagogik« |
| Petrus van der Let | Mitschuld am Missbrauch? | Hellingers Umgang mit Inzest |
| Colin Goldner | Der Todesfall von Leipzig | Verdrängte Risiken und der Umgang mit Kritik |
| Ingo Heinemann | Rechtspflege ausgetrickst? | Rechtliche Fragen der Familienaufstellung nach Hellinger |
| Fritz R. Glunk | Der Protofaschist | Das Weltbild des Bert Hellinger |
| Klaus Weber | Verhöhnung der Opfer durch Versöhnung mit den Tätern | Bert Hellingers Unterwerfungsprojekt |
| Heiner Keupp | Gebrauchswertversprechen eines postmodernen Fundamentalisten | Was Anhängerschaft sichert |
| Petrus van der Let / Colin Goldner | Beklemmende Töne | Hellinger und Rilke |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | ||
| Autorinnen und Autoren |
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