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"Freie Presse" in den Wechseljahren ?
Wolfgang Rühle / 16.04.2009 /Kommentar
Die Frage, ob und in welchem Umfange Hormon-Yoga auch geistige Fähigkeiten beeinflussen kann, bleibt in diesem Beitrag leider unbeantwortet.
Die Freie Presse vom 1(5). April 2009 berichtet im Ratgeberteil halbseitig mit zweiwöchiger Verspätung über die hormonelle Yogatherapie der brasilianischen Yogalehrerin Dinah Rodrigues: Eine Yoga-Art, die durch Anwendung spezieller Körperhaltungen (Asanas) und Atemtechniken (Pranayamas) und eine Art meditative Steuerung der Lebensenergie (Prana) zu den Hormon-Organen eine deutliche Steigerung der Vitalität, des jugendlichen Aussehens und des Wohlbefindens fördern soll. Besser noch, diese Yogaart kann lebensmüde hormonproduzierende Organe wieder auf Trab bringen.
Die Beweisführung über die Wirksamkeit ist überwältigend: Diese spezielle Yogaart muss einfach gut tun, schlußfolgert der Autor, weil Yoga Körper und Geist grundsätzlich hilft, gesund zu bleiben. Was zu beweisen war!
Hormonyoga, so der Autor, hat nichts mit esoterischen Heilslehren zu tun, denn es wirkt extrem zielgerichtet, während beim normalen Yoga der ganzheitliche Effekt im Vordergrund steht. Wow!
Bevor sie die von fast jeder Frau auch ohne Vorkenntnisse (Glück gehabt Männer) leicht zu erlernende Yogart anwenden, sollten sie jedoch noch folgende Schlußbemerkungen des Autors beachten:
- es gibt noch keine unabhängige wissenschaftliche Studie darüber, dass Hormon-Yoga bei jeder (!) Frau und vor allem bei jedem (!) Problem garantiert funktioniert;
- einen Wohlfühleffekt erreicht Hormon-Yoga auf jedenfall;
- Sie sollten vorher auf alle Fälle einen Workshop oder einen Kurs absolvieren.
Die Frage, ob und in welchem Umfange Hormon-Yoga auch geistige Fähigkeiten beeinflussen kann, bleibt in diesem Beitrag leider unbeantwortet.
Freie Presse 15. April 2009 -> Jung bleiben auf die sanfte Tour
(wr)