Anthroposophische Gesellschaft
Nach Colin Goldner handelt es sich bei der Anthroposophischen Gesellschaft um die mit Abstand bedeutendste und bestetablierte Esoterikgruppierung - sieht man von den Großkirchen ab - des deutschsprachigen Raumes (Colin Goldner "Psychoszene" S. 103).
Sie verfügt über weitverzweigte Wirtschaftsbetriebe , über eigene Banken, Verlage, Film- und Fernsehproduktionsstätten, Krankenhäuser, Studienzentren und eine eigene Hochschule (Witten/Herdecke).
Finanzielle Unterstützung erhält die Gesellschaft auch aus der freien Wirtschaft, durch Spenden und Schenkungen und durch staatliche Subventionen.
In Deutschland gibt es etwa 20.000 Mitglieder, die Zahl der Sympathisanten übersteigt diese Zahl um eine Vielfaches. Der Einfluß anthroposophischen Denkens darf - trotz der geringen Mitgliederzahl - keinesfalls unterschätzt werden. Den größten gesellschaftlichen Einfluß erlangen die Anthroposophen über Waldorfschulen und - kindergärten. Die Waldorfpädagogik orientiert sich streng an der "Entwicklungslehre" Steiners.Zentrum der anthroposophischen Bewegung ist die "Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft" in Dornach. Ihr sind die einzelnen Landesgesellschaften unterstellt. In Deutschland haben sich Stuttgart und Freiburg als anthroposophische Zentren herausgebildet.
Synonyme / Analogien:
Weitere Informationen:
Bibliographie:
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Bearbeitungsstand: 28.05.2009
