Ausleitungsverfahren
[unkonventionelle Medizin]
Diese Verfahren beruhen auf den Vorstellungen einer antiken Krankheitslehre (-> Säftelehre).
Krankheiten werden als fehlerhafte Mischung der Körperflüssigkeiten interpretiert. Zur Therapie werden Ausscheidungsorgane gereizt (Niere, Darm, Haut), um die "krankmachenden Säfte" auszuleiten.
Der Wiener Arzt Bernhard Aschner (1883-1960) hat unter der Annahme, dass die natürlichen Wege unzureichend sind, seine Konstitutionstherapie entwickelt, in der durch Hautverletzungen neue Öffnungen geschafffen werden
Alle diese Anwendungen entsprechen nicht mehr dem heutigen Kenntnisstand. Kranke werden einem ungerechtfertigt hohem Risiko ausgesetzt.
Synonyme / Analogien: Baunscheidtismus, Schröpfen, Blutegeltherpie, Cantharidenpflaster
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Bearbeitungsstand: 11.09.2009
