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Kirlianfotografie

Vor der Wiener Akademie der Wissenschaften berichtete 1867 der Chemiker Karl Freiherr von Reichenbach (1788-1869), er habe bei Tieren, Pflanzen und Menschen leuchtende »Emanationen« entdeckt, die er »odische Lohe« nannte. 1907 fotografierte der Pariser Physiker Hippolyte Baraduc die Leichen seines Sohnes und seiner Frau sowie eine Gebetssäule mit weißem Schein. Okkultistinnen priesen diese Fotos, die doch nur Belichtungs- und Entwicklungsfehler zeigten, als Bilder von der menschlichen Aura.

Schon um die Jahrhundertwende zeichnete man zum Zeitvertreib elektrische Funken auf Fotoplatten auf, Bouvier-Effekt genannt. Okkulte Bedeutung bekam dieses Phänomen erst durch die russischen Forscher Valentina und Semyon Kirlian. In den 40er und 50er Jahren experimentierten sie mit der Entladung hoher elektrischer Spannung, die an eine auf einer Fotoplatte liegende menschliche Hand geleitet wurde. Bei der Entladung entstand ein eindrucksvoller Funkenkranz. In der Folge versuchten sie mit dieser Technik, bei Mensch und Pflanze Krankheiten zu erkennen. Populär wurde die Kirlianfotografie, als die kalifornische Forscherin Thelma Moss in den 70er Jahren mit ihr psychische Zustände sichtbar zu machen glaubte.

Die Kirliantechnik soll sich zur Feststellung von körperlichen und seelischen Krankheiten eignen. Sie wird aber auch herangezogen zur Personalauswahl, zum Nachweis von Drogenrückständen im Körper, zur Wirksamkeitskontrolle von Behandlungen mit -> Bachblüten und anderem mehr. Kirlianfotografie ist heute unter verschiedenen Namen, wie zum Beispiel »Energetische Terminalpunktdiagnose«, bei HeilpraktikerInnen und Esoterikerlnnen sehr beliebt.

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Synonyme / Analogien:

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Bibliographie:

 


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Bearbeitungsstand: 28.05.2009