oshosachsen V    I   K   A   S -  S  P  E  Z  I  A  L

OSHO-MANJUSHA-MEDITATIONSZENTRUM SCHMIEDEBERG

Autor: Wolfgang Rühle, / 30.04.2007 / letzte Aktualisierung: 03.12.2009


Der direkte LINK:| HOME | VIKAS -Regional| VIKAS -Spezial | VIKAS-Infothek-Übersicht |VIKAS aktuell| WHO`s WHO der ESOTERIK | Aktuelle Umfrage |


 

sannyasinDer größte Feind der Wahrheit ist sehr oft nicht die Lüge - vorsätzlich ersonnen und bewußt unehrlich -, sondern der Mythos - hartnäckig, überzeugend und fern der Wirklichkeit. (John F. Kennedy)


Das Osho-Manjusha-Meditationszentrum in Schmiedeberg entstand in Tradition mit der Osho-Bewegung aus dem Bestreben einer Hauke Messerschmidt (Mahamudra) heraus, das größte Meditationszentrum im Osten Deutschlands aufzubauen. Im Erzgebirge wurde ein Platz gesucht und gefunden, der 50 Bewohnern einer Commune und zusätzlich 50 Gästen Platz bieten kann. Mahamudra selbst sah sich dabei im Geiste Oshos agierend.

Ein Ashram im Geiste von Poona  sollte entstehen, im idyllischen Pöbeltal des Osterzgebirges gelegen, vom Umfeld fast unbemerkt agierend und die menschenverachtende Philosophie eines Bhagwan Rajneesh alias Osho praktizierend.

Begonnen wurde zunächst 1993 mit 4 Personen in Höckendorf. Im Jahre 1997 wurde das New Dawn in Dresden eröffnet und 1999 wurde in Schmiedeberg ein Grundstück erworben, auf dem seitdem das Osho-Manjusha-Meditationszentrum in der geplanten Größe aufgebaut werden soll. Die Meditationshalle und zwei Kommunehäuser sind fertig, für ein drittes steht das Fundament. So wird es zumindest in nächster Zeit wohl auch bleiben, denn nachdem die Anzahl der Kommunemitglieder nach dem Ableben der Mahamudra bis 2009 deutlich geschrumpft ist, dürfte das Osho-Zentrum im Pöbeltal die Ausbaupläne vorerst etwas zurückstellen, wohl kaum aber aufgeben. Die Zukunft des Zentrums, vielleicht auch als "Gesundheitszentrum", dürfte nicht unwesentlich davon abhängen, wie sich einst engste Vertraute der Mahamudra dazu positionieren werden, die sich inzwischen ausserhalb des Zentrums (u.a. in Schmiedeberg) niedergelassen haben und als Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen, Heilpraktiker u.ä. - vorrangiges Betätigungsfeld der Sannyasszene sind Heilberufe und Wellness - tätig sind, oder irgendwo zwischen St. Gallen in der Schweiz und Amrum an der Nordseeküste als Sannyasin ihren Weg gehen.

Geprägt wird das Leben der Commune nach eigener Darstellung durch "die Leiterin Mahamudra und die 33 köpfige Commune - mit ihrer gemeinsamen Liebe für Bewusstseinsarbeit und Gemeinschaftsleben und im Herzen verbunden mit Oshos Vision vom neuen Menschen". Das gilt nach unserer Auffassung auch nach dem 17.5.2006, " im Tag, an dem Mahamudra ihren Körper verlassen hat". Wir sind aber auch der Auffassung, dass der 17.5.2006 für die weitere Entwicklung der Commune ein bedeutsames Datum sein wird.

Auf der Internetseite des Osho-Manjusha Meditationszentrums (Stand: 19.5.2006) findet man folgende Selbstdarstellung:

"Das Manjuscha wurde 1987 von Osho initiiert und gehört damit zu den ältesten Osho Centern, die noch aktiv tätig sind. Es hat sich bis heute über mehrere Stationen im In- und Ausland ständig den Anforderungen der Zeit angepasst und weiterentwickelt. Einige der ersten sind noch immer dabei und füllen das Zentrum mit ihrer langjährigen Erfahrung. Leiterin des Zentrums ist Mahamudra, die mit spiritueller Tiefe, Klarheit und Verständnis Menschen in ihrer Seele berührt. Ihre sprudelnde Kreativität, auch in alltäglichen und geschäftlichen fragen, prägen die Qualität des Mannjuscha......

Aufgabe des Zentrums
ist die Planung und Durchführung eines reichhaltigen Angebots an Meditation und Veranstaltungen zur Bewusstseinsförderung, dazu jetzt neu ein wachsendes Urlaubsprogramm Gäste können sich in den neu eingerichteten Gästezimmern des Zentrums wohl fühlen und die aufmerksame Betreuung genießen, am Communetagesgeschehen oder Veranstaltungen teilnehmen.......

In den letzten 10 Jahren hat es sich zu einem der wichtigsten Meditationsplätze im Osten Deutschlands entwickelt."

Nach eigener Darstellung in der SZ vom 01.12.2006 sind alle, die in dieser Kommune leben, stark an Meditation interessiert (Bijan Schahbaz, Sannyasname Sorreru). Richard Löffler (Sannyasname Sahaja) bringt die Ansicht der Kommunemitglieder auf den Punkt: "Unser Leben hier ist reicher, intensiver und lebendiger als alleine oder in einer Kleinfamilie" .Aber warum gerade das Leben in einer Osho-Kommune? Auf die Frage, was so besonders an einem Leben im Sinne Oshos sei, erhielten wir auf einer Informationsveranstaltung am 02.11.2006 in Schmiedeberg von eben diesem Herrn Löffler die tiefschürfende Auskunft: " das kann ich nicht erklären, das ist mir einfach ins Gesicht gesprungen" . Hier können wir nachhelfen. Die Erklärung gibt sein "Meister" Osho (Bhagwan Shree Rajneesh) in seinem Manifest "Die goldene Zukunft" (Rajneesh Verlag Köln 1988, S. 70 ff.).

  • "...Die Familie ist die eigentliche Wurzel von Millionen Krankheiten......"

  • "... Sobald die Familie abgeschafft ist, wird viel psychologische Krankheit abgeschafft sein.....,"

  • "...Kinder sollen nicht bei ihren Eltern leben, sondern in kommunalen Wohnhäusern, damit die Eltern nicht ihren Geist vergiften können..."

  • " ..und einen Vater und eine Mutter zu haben ist psychologisch gefährlich.... . Kinder sollen der Kommune gehören, nicht den Eltern. Eltern haben genug Schaden angerichtet; man darf ihnen nicht weiter erlauben, ihre Kinder zu verderben..."

Das war nur ein kurzer Vorgeschmack darauf, was uns zu diesem Thema auch bei Mahamudra, der Gründerin des Osho-Manjusha-Meditationszentrums, erwartet. Wird doch auf der Internetseite des Osho-Manjusha viel Wert auf die Aussage gelegt, dass man in Schmiedeberg "im Herzen verbunden mit Oshos Vision vom Neuen Menschen" seinen Weg geht.

Wir haben uns die Frage gestellt, was sich hinter den wohlklingenden Worten der gemeinsamen Liebe für Bewusstseinsarbeit und der Verbindung zu Oshos Vision des neuen Menschen tatsächlich verbirgt. Die Vision des neuen Menschen ist nicht ganz so neu, wie es vielleicht zunächst den Eindruck hat.

Wir haben uns auch die Frage gestellt, was sich hinter dem reichhaltigen Angebot an Meditation und Veranstaltungen zur Bewusstseinsförderung tatsächlich verbirgt.

Wir haben uns weiterhin die Frage gestellt, warum das Leben in der Kommune reicher, intensiver und lebendiger als in einer Familie sein soll.

Bei der Beantwortung dieser Fragen haben wir uns vor allem auf Niederschriften der Hauke Messerschmidt alias Mahamudra, auf die Internetseite des Osho-Manjusha und auf Aussagen von Workern und Mitgliedern der Kommune gestützt.

Das Ergebnis unserer Recherchen war für uns ernüchternd und erschreckend zugleich. Um mit den Worten von Steven Hassan zu sprechen handelt sich bei dem Angebot des Osho-Manjusha nach unserer Erkenntnis um  -> Bewusstseinskontrolle subtilster Art mit einem einzigen Ziel: bedingungslose Unterordnung unter den Meister und Zerstörung der persönlichen Identität: "Surrender" und "Ego-Destruction" im Sinne von Osho.

 


 

Edition VIKAS 2007 - 2011